Was will dieses konzeptionelle Kontinenztraining vermitteln und erreichen? 

Um die F√§higkeit zur kontinenten Speicherung und zur Struktur schonenden Entleerung zur√ľck zu gewinnen und dauerhaft zu erhalten, werden unterschiedliche therapeutische Stimulationen eingesetzt und sinnvolle Verhaltensweisen einge√ľbt.

Das Therapie-Konzept verzichtet auf die bei Belastungsinkontinenz g√§ngigen, willentlich isolierten Spannungsauftr√§ge f√ľr die Beckenbodenmuskulatur, die ohne Funktions- und Systembezug nicht nachhaltig wirksam sein k√∂nnen. Statt dessen wird die vielschichtige Arbeit der Kontinenz-Strukturen re-aktiv ausgel√∂st und bewusst erfahrbar gemacht. Ziel ist es, die verloren gegangene, kontinenzsichernde Anpassung an k√∂rperliche, organische und psychische Herausforderungen ins Gleichgewicht zu bringen.

Erfreulich schnell kehren z.B.¬†Husten- und Nieskontinenz zur√ľck, denn bereits die neuerlernte K√∂rperhaltung entscheidet √ľber Kontinenz oder Inkontinenz.

Einer Drangblase oder einem Drangdarm muss man nicht hilflos ausgeliefert sein. Durch psychosomatische Aufschubstrategien gelingt es in den meisten F√§llen – ganz ohne Medikamente –¬† die Drangsituation zu de-eskalieren und aufzuheben. Ein angstbefreites Leben, dem sich wieder neue Handlungsspielr√§ume er√∂ffnen, kann beginnen.¬†

Die physischen und kognitiven Angebote zur Beckenboden-Sphinkter-Rehabilitation werden sowohl beim √úben als auch per Einsicht als sinnvoll erlebt und daher m√ľhelos akzeptiert und in den Alltag integriert.

Oftmals rasch auftretende¬†Erfolge motivieren zur Dekonditionierung der ung√ľnstigen Verhaltensmuster und steigern das Engagement zur Selbsttherapie.